"Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt ..."

Manchmal würde ich dich am Liebsten fest an den Schultern packen, dir tief in die Augen sehen und dich anflehen: “Werde wieder normal, werde wieder die Alte! Bitte! Erkenn mich doch, ich bins, dein Spatzilein!”
Aber ich lasse es, denn ich weiß, du kannst nichts dafür. Es ist die Krankheit, die dich kaputt macht und dich gehen lässt. Abschied auf Raten.

Vielleicht war es so jedoch ein ganz kleines bisschen erträglicher für uns. Egoistisch, ich weiß. Tut mir leid. Jetzt bist du weg, gegangen für immer, zumindest dein Körper, denn:

DU WIRST NIE GANZ VERSCHWINDEN!

Dafür ist die Liebe der Menschen, die dich gern haben und vermissen und vor allem meine Liebe zu groß…

Die Sonne scheint. Deine Jacke hängt im Flur. Ich trage sie. Es sieht nicht schlecht aus. Du würdest Dich freuen, wenn du mich darin sehen könntest. Deine Augen würden glänzen, voller Freude. Das weiß ich. Ich bin sicher, dass du uns von deiner kleinen, weißen Wolke da oben neben Opa beobachtest, an uns denkst und auf uns aufpasst. Und ich weiß, du wirst nie vergessen, wie sehr ich dich liebe, Oma.


Oma und Opa

Ich danke dir so sehr für alles, was du mir gegeben hast. Die schönen Stunden, in denen wir zusammen Karten gespielt, gepuzzelt und gelacht haben. In denen wir Quatsch gemacht haben und wir uns gegenseitig gezeigt haben, wie lieb und wichtig wir uns sind.

 


Oma und ich

 

Ich vermisse das. Jetzt sitze ich hier und weine, weil ich weiß, dass ich so etwas nie wieder erfahren darf.

Danke das du mir so eine gute Oma warst (und in meinem Herzen immer noch bist). Und danke, dass ich deine Enkelin sein durfte.

 

 

 

Für immer verbunden:

 

12.09.06

Vor ein paar Nächten habe ich von dir geträumt. Es war unglaublich schön. Ich hatte das Gefühl, du bist bei mir und passt auf mich auf. Diese Gewissheit tut wirklich gut. Leider erinnere ich mich nicht an viel. Aber ich weiß noch, dass du mir deine Hand gereicht hast und ich sie gehalten habe. Das hat mir so gut getan. Du warst da und du bist da und ich brauche dich. Obwohl wir nur Händchen gehalten haben bin ich darüber glücklich.

Besuch mich doch bitte öfter in meinen Träumen, wenn du kannst.
Ich liebe dich.

 

 

21.08.07

 

Wer behauptet, dass die Zeit alle Wunden heilt, der lügt. Es tut immer noch weh, wenn mir wieder einmal bewusst wird, dass du mich nie wieder in die Arme nehmen kannst. Denn eines hat sich geändert. Ich denke nicht jedes Mal automatisch daran, dass du nie zurück kommst, wenn ich an dich denke. Kaum ein Tag vergeht, an dem ich nicht an dich denke. Aber viele Tage sind bereits vergangen, an denen ich einfach verdrängt habe, dass du so richtig weg bist. Der Gedanke ist einfach zu schmerzhaft. Dennoch bin ich immer noch der Meinung, dass du auf mich aufpasst. Danke Oma. Und wieder einmal möchte ich es nicht versäumen dir zu sagen:

Ich liebe dich.